Wassergewöhnung ganz einfach zu Hause in der Badewanne oder unter der Dusche

In der 3./4. Klasse besuchen die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihrer Lehrperson den Schwimmunterricht im Hallenbad Willisau. Das Schulwimmen wird acht mal im Schuljahr durchgeführt und dauert jeweils 60 Minuten. Die Eltern unterstützen die Klassen mit dem Elternfahrdienst. Ein grosses Dankeschön an dieser Stelle. 

Ziel bis zum Ende der 4. Klasse ist es, dass die Kinder den Wassersicherheitscheck (WSC) bestehen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn die Kinder keine Angst vor dem Wasser haben und bereits Erfahrungen in der Wassergewöhnung gesammelt haben.

Wer den WSC bestehen will, muss die folgenden Aufgaben ohne Unterbrechung nacheinander und ohne Brille, Schwimmbrille oder Nasenklammer lösen:

  • Rolle/purzeln vom Rand in tiefes Wasser
  • Sich eine Minuten an Ort über Wasser halten
  • 50 Meter schwimmen und aussteigen

Die folgenden Übungen lassen sich bereits früh zu Hause in der Badewanne oder unter der Dusche üben.

Wichtig:

Bitte verzichtet bei diesen Spielen und Übungen auf Schwimmhilfen und Schwimmbrillen. Nur so macht Euer Kind echte Wassererfahrungen. Es lernt die physikalischen Eigenschaften des Wassers kennen und findet heraus, dass es vom Wasser getragen wird. Es lässt Wasserspritzer zu und lernt, sich unter Wasser zu orientieren. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass sich Ihr Kind nicht die nassen Augen mit den Händen trockenreibt. Besser ist es, wenn es den Kopf fest schüttelt und mit den Augen blinzelt. Auch auf diese Weise verschwindet das Wasser aus den Augen. Diese Erfahrungen und Verhaltensweisen sind im Notfall überlebenswichtig.

Duschparty

Beim Duschen das Wasser von oben über den Kopf und das Gesicht laufen lassen. Kleine Eimer, Schüsseln oder Giesskannen motivieren zusätzlich.

 

Grund

Das Kind soll früh lernen, Wasserspritzer und Wasser in den Augen zuzulassen. Das ist wichtig, damit es später mit offenen Augen taucht, um sich auch in Gefahrensituationen unter Wasser zu orientieren.

Blubbern

Mit einem langen Strohhalm Luftblasen ins Wasser blubbern. Danach sich langsam und mit kürzeren Stohhalmen immer mehr ans Wasser herantasten.  Zur weiteren Unterstützung kann das Kind z.B. einen Tischtennisball vor sich her pusten, bis es schliesslich sein Gesicht ins Wasser legt und im Wasser ausatmet.

 

Grund

Das richtige Atmen im Wasser gehört zu den Grundfertigkeiten, die jedes Kind beherrschen sollte, bevor es schwimmen lernt. Das ist später ganz wichtig, um ausdauernd zu schwimmen, zu tauchen und um sich nicht zu verschlucken. Das legt den Grundstein für das spätere kraftsparende Gleiten im Wasser.

Haare waschen

Beim alltäglichen Haarewaschen können verschiedene Dinge aus dem Alltag als Hilfsmittel in die Badewanne oder die Dusche genommen werden. So machen hier vor allem kleine Giesskannen, Becher, Schüsseln oder selbstgemachte Locheimer Spass. Das Kind giesst sich damit spielerisch selbst das Wasser über den Kopf und lernt, dass Wasser in den Augen nicht schlimm ist – bis es die Augen sogar ganz geöffnet lässt.

 

Grund

Unter Wasser die Augen öffnen zu können, gehört zu den Grundfertigkeiten beim Schwimmen. Das ist insbesondere für die Orientierung unter Wasser wichtig. Mit der Übung trainieren die Kinder, ihren Lidschlussreflex besser zu kontrollieren.

Tauchen

Beim Baden in der Badewanne kann mit einfachen Mitteln das Öffnen der Augen beim Kind trainiert werden. Dazu eignen sich zum Beispiel Tauchringe oder -tiere. Am einfachsten ist es, wenn ihr mit eurer Hand unter Wasser eine Anzahl Finger zeigt, die euer Kind nach dem Auftauchen nennen soll.

 

Grund

Unter Wasser die Augen öffnen zu können, gehört zu den Grundfertigkeiten beim Schwimmen. Das ist insbesondere für die Orientierung unter Wasser wichtig. Mit dieser Übung trainiert ihr Kind, die Berührung mit Wasser zuzulassen.